Es gibt heute zahlreiche Untersuchungen, um eine Brusterkrankung festzustellen und weiter abzuklären, also zu diagnostizieren. Ziel aller Untersuchungen ist das frühzeitige Erkennen einer bösartigen Verän­derung, die rasch der weiteren Therapie zugeführt werden muss. Denn je früher eine Brustkrebserkrankung erkannt wird, umso größer wird die Chance auf eine Heilung sein. Jede einzelne Untersuchung ist ein wichtiger Baustein im Gesamtkonzept der Brustdiagnostik.

Einige Untersuchungen sollten dabei als Basisdiagnostik immer erfol­gen, andere werden im Einzelfall ergänzend eingesetzt, um weitere detaillierte Informationen zu gewinnen.

Diagnostische Maßnahmen sind:

Falls ein verdächtiger Befund vorliegt, also die Mög­lichkeit einer bösarti­gen Veränderung besteht, muss eine Gewebeprobe gewonnen werden. Diese Untersuchung erfolgt i.a. als so genannte minimal invasive Diag­nostik, bei der mit einer speziellen Nadel (nach lokaler Betäubung) kleine Gewebeanteile gewonnen werden. Das Gewebe wird feingeweb­lich durch einen Pathologen analysiert, das Ergebnis liegt nach ein bis zwei Arbeitstagen vor.

Neben der Diagnostik im Bereich der Brust wird bei Vorliegen eines Brustkrebses auch eine so genannte Umfelddiagnostik erforderlich, die Information über eine mögliche Streuung des Tumors geben soll.

Aus dem Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung ergeben sich dann die Therapiekonsequenzen. All diese Untersuchungen können i.a. ambulant erfolgen. Sie müssen jedoch sorgfältig durchgeführt werden, um eine sichere Aussage zu ermöglichen. Daher kann die endgültige Diagnose manchmal auch erst nach einigen Tagen gestellt werden.

 

Autoren: Team Prof. Dr.med. Erich-Franz Solomayer, Brustzentrum der Universitätsfrauenklinik, Homburg